Die Geschichte
Insel der Felsen und des Maquis
Korsika ist keine französische Insel, die zufällig italienisch klingt. Korsika ist korsisch — eine eigene Sprache, eine eigene Küche, ein eigener Stolz. Zehn Tage lang hören wir dieser Insel zu.
Korsika riecht nach Maquis — dem wilden Krautteppich, der die Insel im Sommer überzieht. In Bonifacio stehen wir über weißen Klippen, die vom Wind in bizarre Formen geschnitten wurden, und blicken nach Sardinien. In den Bergen wandern wir zum Monte Cinto und treffen Schäfer, die Brocciu noch so machen wie vor 200 Jahren. Eine Insel, die französisch, italienisch und ganz sie selbst ist.
Tag 1–3 · Bonifacio
Die Stadt über dem Abgrund
Bonifacio hängt an den Klippen wie ein Vogelnest — die Häuser stehen so nah am Rand, dass man vom Balkon ins Meer schauen kann. Wir gehen durch die oberstadt, die Gasse, die nur für Fußgänger gemacht wurde, und am Abend essen wir in einem Restaurant, das seit drei Generationen im Besitz derselben Familie ist. Der Wein kommt aus dem nahegelegenen Gebiet Sartène, und er schmeckt nach Schiefer und nach Schatten.
Tag 4–7 · Das Landesinnere
Schäfer und Brocciu
Das korsische Landesinnere ist wilder als jede Küste. Wir wandern auf dem GR 20, dem berühmten Fernwanderweg, durch Täler, in denen Schäfer noch Schafe und Ziegen hüten. Bei einem Schäfer im Tal von Asco probieren wir Brocciu — einen Frischkäse aus Schafsmilch, der nur in der Saison gemacht wird. Der Schäfer erzählt uns von der Transhumanz, dem Weidezug, der die Insel jahrhundertelang zusammengehalten hat. Abends schlafen wir in einer Bergerie, einem Hirtenhaus, das heute ein einfaches Gasthaus ist.
Tag 8–10 · Cap Corse
Der Finger, der nach Norden zeigt
Die Cap Corse ist ein Landstrich, den die meisten Reisenden übersehen — sie fahren auf der Westküste weiter nach Süden. Wir gehen nach Norden, zum Cap, wo genuesische Wachtürme das Meer überwachen und der Wein in kleinen Familienbetrieben wächst. In Patrimonio kosten wir einen Rotwein, der nach Nielluccio-Trauben schmeckt, der Rebsorte, die nur hier gedeiht. Am letzten Tag wandern wir zum Phare de la Pietra, einem Leuchtturm, der seit 1859 den Weg weist — und der Blick von dort geht bis zum Festland, das man in klaren Nächten als Lichtschimmer sieht.
Reisedaten
Was diese Reise ausmacht
10
Tage auf Korsika, von Bonifacio bis zur Cap Corse
4–6
Personen pro Reise — nie mehr, immer einzeln geschrieben
5
Wanderungen, moderat bis anspruchsvoll, 3–6 Stunden
Mai–Okt
Reisezeit — der Maquis duftet am stärksten im Frühsommer
Tag für Tag
Der Verlauf
Eine Skizze — nicht ein festes Programm. Wir passen die Route an euer Tempo, das Wetter und eure Neugier an.
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Tag 1
Ankunft in Bonifacio
Abholung am Flughafen Figari, Fahrt nach Bonifacio, erster Spaziergang durch die Oberstadt, Abendessen in der Familie Baresi.
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Tag 2
Klippen und Höhlen
Bootsfahrt zu den Bouches de Bonifacio, Besuch der Grotte du Sdragonu, Nachmittag in der Marina, Wein aus Sartène.
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Tag 3
Sartène — die wildeste Stadt
Fahrt ins Landesinnere, Besuch in Sartène, Markt und alter Kasbah-Charakter, erste kurze Wanderung im Tal du Rizzanese.
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Tag 4
Auf dem GR 20
Start des Fernwanderwegs, Etappe von Vizzavona nach Capanelle, 5 Stunden durch Buchenwald und Hochweiden, Übernachtung in der Bergerie.
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Tag 5
Der Schäfer im Val d'Asco
Wanderung zum Schäferhof, Brocciu-Verkostung, Geschichte der Transhumanz, der jahrhundertealte Weidezug durch die Berge.
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Tag 6
Monte Cinto im Blick
Wanderung auf den Bergrücken zum Blick auf den höchsten Berg Korsikas, 2.706 Meter, der am Horizont aufragt. Mittagessen im Hochtal.
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Tag 7
Corte — die Hauptstadt der Insel
Fahrt nach Corte, Besuch der Zitadelle und des Museums der korsischen Kultur, Nachmittag an der Restonica-Schlucht, Baden im Bergsee.
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Tag 8
Richtung Cap Corse
Fahrt nach Norden, Stopp im Weinbauort Patrimonio, Verkostung eines Nielluccio-Rotweins, Ankunft in Saint-Florent am Golf.
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Tag 9
Genuesische Wachtürme
Wanderung zur Tour de la Mortella, einem genuesischen Wachturm aus dem 16. Jahrhundert, Nachmittag am Strand der Saleccia-Bucht.
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Tag 10
Phare de la Pietra & Abreise
Letzte Wanderung zum Leuchtturm, Abschied vom Kap, Fahrt zum Flughafen Bastia. Der Blick vom Leuchtturm reicht bei klarem Wetter bis zum Festland.
Euer Preis
ab 2.790 € pro Person im Doppelzimmer
Enthalten: alle Übernachtungen in Familienpensionen und Bergeries, Frühstück und fünf Abendessen, lokale Guides, Transfers auf der Insel. Nicht enthalten: Anreise, Mittagessen, Weinverkostungen, Reiseversicherung.
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Wir antworten innerhalb von drei Werktagen — mit ersten Ideen und einer Skizze, die zu euch passt.
So läuft es: Ihr nennt euren Zeitraum und was euch an der Korsika-Reise besonders anspricht — die Klippen, die Berge oder der Wein. Wir prüfen, was geht und was sich lohnt, und schicken euch eine erste Skizze. Unverbindlich, bis der Plan steht.
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