Die Reise in Kürze
Champagne — Kreide & Krönung
Wein-Reise · 4 Tage · ab 1.690 € pro Person im Doppelzimmer
4
TAGE
von Reims bis Épernay
12
KOSTPROBEN
in Maisons und Winzerhöfen
33
KÖNIGE
in der Kathedrale gekrönt
1.690
EURO AB
pro Person im Doppelzimmer
Die Geschichte dieser Reise
Wie die Bläschen in den Wein kamen
Reims — die Stadt der Könige
In Reims wurde jeder französische König gekrönt — 33 an der Zahl, von Ludwig VIII. im Jahr 1223 bis Karl X. im Jahr 1825. Die Kathedrale Notre-Dame de Reims steht dort, wo bereits im 5. Jahrhundert der Frankenkönig Chlodwig I. getauft wurde. Die heutige Fassade ist ein Meisterwerk der Hochgotik, und wenn man morgens früh davor steht, bevor die Tourbusse kommen, spürt man, dass dieser Ort für mehr als tausend Jahre das Zentrum einer Nation war.
Unter der Stadt liegt ein Kreidekeller, der so groß ist, dass man ihn mit dem Auto befahren könnte. Die Römer haben hier schon Wein angebaut — sie gruben den Kalkstein heraus, um Häuser zu bauen, und ließen Höhlen zurück, in denen der Wein kühl lag. Heute erstrecken sich die Keller von Reims über 200 Kilometer unter der Erde, und in einigen von ihnen lagern Millionen Flaschen, die in der Stille reifen.
Hautvillers — wo die Bläschen erfunden wurden
Die Römer haben hier schon Wein angebaut, und die Mönche von Hautvillers haben herausgefunden, wie er perlt. Dom Pierre Pérignon, der Zellerar der Benediktinerabtei von Hautvillers von 1668 bis 1715, gilt als der Mann, der den Champagne erfunden hat — oder zumindest die Kunst der Assemblage, bei der Weine verschiedener Lagen und Jahrgänge zu einem einzigen Wein vereint werden. Die Geschichte, er habe die Bläschen erfunden, stimmt nicht ganz — die zweite Gärung in der Flasche passierte schon vorher, oft ungewollt. Aber er hat verstanden, wie man sie kontrolliert, wie man den Wein verschließt und wie man aus Trauben einen Wein macht, der mehr ist als die Summe seiner Teile.
In der Abtei von Hautvillers können wir sein Grab besuchen. In der Kirche hängt ein kunstvolles Kirchenfenster, das ihn bei der Arbeit zeigt. Und im Weinberg hinter der Abtei stehen noch immer Reben, die auf demselben Kreideboden wachsen wie zu seinen Zeiten.
Épernay — die Avenue de Champagne
Die Avenue de Champagne in Épernay ist eine der reichsten Straßen der Welt — nicht wegen der Häuser, sondern wegen dessen, was unter ihnen liegt. In den Kellern der großen Maisons — Moët & Chandon, Perrier-Jouët, Pol Roger, de Venoge — ruhen schätzungsweise 200 Millionen Flaschen. Wer die Avenue entlanggeht, geht über einen unterirdischen Schatz, der unzählbar ist.
Bei einer Privatkostprobe in einer Maison in Épernay trinken wir einen Jahrgang, den der Kellermeister erst 2023 degorgiert hat. Dégorgement nennt man den Moment, in dem der Hefepfropfen aus dem Flaschenhals entfernt wird — bei einigen Flaschen erst nach Jahrzehnten. Der Wein, den wir probieren, war zwölf Jahre in der Flasche, hat auf der Hefe gelegen und dabei eine Komplexität entwickelt, die kein junger Champagne erreicht. Kurz, dicht, krönend.
Die Côte des Blancs — wo der Chardonnay wächst
Südlich von Épernay erstreckt sich die Côte des Blancs — ein Hang, auf dem fast ausschließlich Chardonnay wächst, die weiße Traube, die den Blanc de Blancs gibt. Die Dörfer hier heißen Cramant, Avize, Oger, Mesnil-sur-Oger — Namen, die auf den Etiketten der besten Champagner stehen. Die Böden sind pure Kreide, und wer in einen Keller hinabsteigt, sieht, wie das Gestein den Wein atmet: die Kreide nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie ab, und so entsteht das Mikroklima, in dem die Flaschen reifen.
Wir besuchen einen Winzer in Mesnil-sur-Oger, dessen Familie seit fünf Generationen auf demselben Hang anbaut. Er führt uns in den Keller, öffnet eine Flasche, die noch nicht degorgiert ist, und zeigt uns, wie man sie contre-étiquette liest — die Rückenetikette, die oft mehr verrät als die Vorderseite. Und er erzählt uns, warum sein Blanc de Blancs nur aus einer einzigen Parzelle stammt, die sein Urgroßvater schon bewirtschaftet hat.
Der Kreideboden — 70 Millionen Jahre Geschichte
Die Kreide unter der Champagne ist ein Meeresboden, der vor etwa 70 Millionen Jahren entstanden ist, als hier ein warmes, flaches Meer war. Die Schalen von mikroskopisch kleinen Lebewesen sanken ab und bildeten eine Schicht aus reinem Kalkstein, die stellenweise 300 Meter dick ist. Diese Kreide speichert Wasser und Wärme, gibt dem Wein seine Mineralik und den Bläschen ihren feinen Perlzuck. Ohne diese Kreide gäbe es keinen Champagne — nicht so, wie wir ihn kennen.
Wer in einen der Keller hinabsteigt, fühlt die Kreide: kühl, feucht, weich genug, dass man mit dem Fingernagel eine Rille hineinritzen kann. In einigen Kellern hat man Wände eingraviert, Namen von Arbeitern, die vor hundert Jahren hier standen. Der Stein bewahrt alles.
Euer Reiseweg
Vier Tage in Kreide und Krönung
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I
Reims — Krönung und Kreide
Morgens Kathedrale, nachmittags Kellerbesuch bei Taittinger oder Ruinart — die älteste Champagne-Maison. Abends Abendessen in der Altstadt.
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II
Hautvillers — das Dorf des Mönchs
Die Abtei, in der Dom Pérignon wirkte, ein Spaziergang durch die Weinberge, Mittagessen in einem Winzerhof. Nachmittags eine kleine Kostprobe.
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III
Épernay — die Avenue de Champagne
Privatkostprobe in einer Maison, Besuch der Keller, Abendessen in einem Gebäude, in dem schon Jean-Rémy Moët Gäste empfing.
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IV
Côte des Blancs — Blanc de Blancs
Ein Winzer in Mesnil-sur-Oger, der uns seine Parzellen zeigt, eine Flasche, die noch nicht degorgiert ist, und die Creationsweise, die seine Familie seit fünf Generationen praktiziert.
Die Kreide hat 70 Millionen Jahre gewartet — wir können vier Tage warten, bis der Wein reif ist.
Preis & Leistungen
Was in dieser Reise enthalten ist
Eine Reise für zwei bis vier Personen, die den Champagne jenseits der großen Busse erleben wollen — privat geführt, individuell geschrieben.
ab 1.690 €
pro Person im Doppelzimmer · 4 Tage · 3 Übernachtungen
- 3 Übernachtungen in Boutique-Hotels in Reims und Épernay
- Private deutschsprachige Reiseleitung an allen Tagen
- Kathedrale Reims mit Führung
- Kellerbesuch bei der ältesten Champagne-Maison
- Abtei Hautvillers und Grab von Dom Pérignon
- Privatkostprobe in einer Maison in Épernay
- Winzerbesuch an der Côte des Blancs
- Alle Transfers vor Ort, Abendessen an drei Abenden
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Eure Champagne-Reise anfragen
Wir antworten innerhalb von drei Werktagen — mit ersten Ideen und einer Skizze, die zu euch passt.
So läuft es: Ihr nennt Zeitraum und was euch vorschwebt — wir prüfen, was geht und was sich lohnt, und schicken euch eine erste Skizze. Unverbindlich, bis der Plan steht.
Besonderheit dieser Reise: Die Privatkostprobe in Épernay muss Wochen im Voraus reserviert werden — je früher ihr anfragt, desto besser können wir den Kellermeister treffen.