Die Geschichte dieser Reise
Wo die Felsen rosa sind und der Cidre nach Heimat schmeckt
An der Côte de Granit Rose liegen Felsen in Farben, die nicht hierher gehören — rosa wie die Maurerwand eines Hauses in Marrakesch. In Pointe de Pen-Hir bei Camaret-sur-Mer lauschen wir dem Echo der Brandung und träumen von Bretonen, die das Meer nie betreten haben. Abends gibt es Galettes und einen Cidre, der nach Apfel und Heimat schmeckt. Nicht romantisiert — einfach echt.
Wir beginnen in Perros-Guirec, wo der Granit in abertausend Formen vom Wasser geschnitten wurde — mal wie ein Elefant, mal wie eine geschlossene Faust. Wir wandern den Zötilien-Pfad, einen der letzten echten Küstenpfade, und schlafen in einem kleinen Haus über der Bucht, wo die Fischer morgens um vier rausfahren und abends Krebse an der Tür verkaufen. Später fahren wir in die Halbinsel Crozon, wo das Land so schmal ist, dass man von einem Fenster beide Meere sieht, und weiter nach Cap Fréhel, wo die Klippen 70 Meter in die Luft wachsen und die Leuchtfeuer noch immer dem Nebel trotzen. Zuletzt: Saint-Malo, die Korsarenstadt, und ein Abend in Cancale mit Austern, die direkt vom Ruderboot auf den Tisch kommen.
Tag für Tag
Neun Tage am Wasser
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I
Ankunft in Perros-Guirec
Abholung in Guingamp, Fahrt ans Meer. Erster Abend auf der Terrasse über der Bucht — Krebse, Cidre, Salz auf den Lippen.
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II
Côte de Granit Rose
Der Zötilien-Pfad durch rosa Fels und Heidekraut. Picknick auf einem Felsen, der im Sommer warm genug ist, um darauf zu schlafen.
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III
Die Sieben Inseln
Bootsfahrt zum Archipel. Seevögel, die nirgendwo sonst brüten, und — mit Glück — ein Delfin, der dem Boot folgt.
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IV
Halbinsel Crozon
Camaret-sur-Mer, Pointe de Pen-Hir. Der Felsen Tas de Pois steht im Wasser wie eine Gruppe von Mönchen, die sich beraten.
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V
Rasttag in Crozon
Markt, Galetterie, ein Spaziergang zum Cap de la Chèvre. Wer will, badet — das Wasser ist hier kühler als überall sonst.
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VI
Cap Fréhel & Fort La Latte
Siebzig Meter Klippen, ein Leuchtturm aus dem 17. Jahrhundert und ein Schloss, das über dem Meer hängt, als hätte es sich verlaufen.
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VII
Saint-Malo — Korsarenstadt
Granitmauern, die einmal die reichsten Piraten Frankreichs schützten. Stadtgang bei Ebbe über den Strand, der bei Flut verschwindet.
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VIII
Cancale — Austern vom Boot
Die Austernbänke der Baie du Mont-Saint-Michel. Wir essen zwölf Stück, die eine Stunde vorher noch im Wasser hingen.
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IX
Rückfahrt nach Rennes
Morgens letzter Blick aufs Meer, ein Käsekorb für unterwegs, TGV in Rennes. Die Reise geht weiter — im Gepäck Salz und Geruch.
In der Bretagne gibt es kein schlechtes Wetter — nur falsche Kleidung.
Was diese Reise besonders macht
Drei Nächte in einem Haus über der Bucht
Bei Perros-Guirec schlafen wir in einem bretonischen Fischerhaus, das Madame Kerenneur seit 1972 bewohnt — Granitmauern, Schieferdach, ein Garten, in dem die Äpfel direkt vom Baum fallen. Sie kocht morgens Galettes auf einem Gusseisenblech und erzählt, wie es war, als ihr Mann noch jeden Morgen um vier rausfuhr.
Die zweite Station ist ein Kleinpension in Crozon, drei Zimmer, eine Terrasse über dem Meer. Am dritten Abend essen wir in der Galetterie „Ti Mine Soïns" — einem Ort, den nur die Einheimischen kennen. Wir reservieren den Tisch am Fenster, wo man bei Sonnenuntergang die Brandung hört.
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- ReiseBretagne — Klippen & Kreide
- Dauer9 Tage
- ArtWanderreise, individuell
- Ab Preis2.480 € pro Person im Doppelzimmer
- SaisonMai bis Oktober
- SchwierigkeitMittel — 4 bis 6 Stunden Wandern pro Tag